Qigong Tai Chi Ausbildung Bremen PLZ 6 66 661 |

In
meinen Fachfortbildungen erkläre ich den Teilnehmenden
stets die Nachteile "geschlossener Weltbilder", wie man
sie bei Taiji-Qigong-Lehrenden auch in der Region
Bremen
häufig findet. Ich liebe es, "über den Tellerrand zu
schauen" und habe persönlich immer wieder beste,
unersetzliche Erfahrungen damit gemacht! Beratung: Dt.
Taichi-Bund (DTB e. V.) - Zentrale Info-Stelle
Deutschland
Mail, Tel. (040) 2102123
Ein Wort vorweg:
Dass sich so viele Menschen von mir beraten lassen und meiner Beurteilung vertrauen, liegt wohl in erster Linie an meiner wissenschaftlich-objektiven Grundeinstellung und meinem Bemühen um Fakten-Treue und wissenschaftlichem Fakten-Check. Die im Tai Chi und Qigong gängige esoterisch-traditionelle Weltsicht halte ich für wenig hilfreich bei einer so wichtigen Sache wie Lehrerausbildung, denn sie hält die Menschen klein und abhängig. Ich hingegen möchte helfen, gefestigte Persönlichkeiten zu bilden. Mit der mir eigenen Offenheit und mit meiner breitgefächerten Erfahrung konnte ich über die Jahrzehnte ungezählten Ratsuchenden entscheidend weiterhelfen. Wer eine qualifizierte, effiziente und unkomplizierte Lehrerausbildung sucht, sollte bedenken, dass lokale Anbieter oft versuchen, neue Existenzgründungen zu behindern, um unliebsame Konkurrenz zu unterbinden. Auch sollte man wissen, dass überall sekten-artige Gruppierungen auf Kundenfang gehen. Beides ist für Laien im Vorwege schwer zu erkennen.
Seit anfang der Siebziger Jahre besuchte ich oft Kono-Lehrgänge in Bremen. Dabei ging es um die Wado-Ryu-Prinzipien. Sie stammen aus dem Shindo Yoshin Ryu Jujutsu und besagen, dass man nicht Kraft gegen Kraft setzen soll. Diese Weisheit geht auf chinesische Kampfkunst zurück - der Samurai Akiyama machte sie in Japan des 17. Jahrhunderts bekannt.
Einen wichtigen Bereich bilden Techniken zur Entwicklung der "Inneren Kraft Ki". Chinesische Qigong-Übungen Dazu zählen die "Seidenweber-Übungen (Chansi Gong)", die mit vielfach gewundenen Dreh- und Zug-Bewegungen die Körperstruktur ganzheitlich entwickeln.
Aus Bremen stammen auch etliche meiner Schüler. Mir ist es wichtig, ihnen die im Yang-Taijiquan überlieferten Irrtümer und Vorurteile aufzuzeigen. In der Hoffnung, dass sie die entsprechenden Forschungsergebnisse an ihre Schüler weitergeben. Gerade die "Ju-Weichheit" und "Ju-Flexibilität" ist ja keineswegs ein Kampfkunst-Merkmal, dass es nur im Tai Chi gibt, wie immer wieder behauptet wird.
Gerade die vielen Partnerübungen machen die "Internals" ja im wahrsten Sinne des Wortes "anfassbar".
Vielen Taiji-Lehrer in Bremen dürften die Fehleinschätzungen und von den Vor-Generationen der Yang-Familie übernommenen Irrlehren also bekannt sein.
In der Region Bremen bzw. in Bremen ist Wado-Ryu heute weit verbreitet und sehr bekannt. Auch existiert seit langem eine von Tobin E. Threadgill anerkannte offizielle "Takamura-Shindo-Yoshin-Ryu-Workgroup". Siehe dazu ATV Dudweiler und ATV Frankonia.
Turnverein 1894 Schwalbach e.V. http://www.tvschwalbach.de/abteilungen/karate/
nicht ohne Günter Rommelfanger und Jürgen Buchwald mit dem japanischen Großmeister Teruo Kono bekannt gemacht zu haben. Bei diesem bestanden beide 1980 ihre erste Dan-Prüfung. In den folgenden Jahren gründete Günter Rommelfanger in Berus einen neuen Verein und Jürgen Buchwald übernahm die Geschicke unserer Abteilung innerhalb des TV Schwalbach. Es folgten viele Jahre des Trainings und der Besuch von Karatelehrgängen in ganz Deutschland. In Schwalbach fanden allein 14 internationale Lehrgänge mit Herrn Kono und Sportlern aus ganz Europa statt. Im Jahre 2007 hat Jürgen Buchwald seine Prüfung zum vierten Dan im Wado-Ryu Karate und den dritten Dan in Ryukyu-Kobujutsu bestanden und ist somit im Karate und im Kobudo danpüfungsberchtigt.
Immer mehr Lehrende in Deutschland werden ausgebildet nach der Methodik des "Richtig Lernens und Lehrens". Dieses ganzheitliche Konzept wurde entwickelt vom Dt. Taichi-Bund - Dachverband für Taichi und Qigong e. V. (DTB). Seine "standardisierten Konzepte" sind zugelassen für Krankenkassen-Anerkennung. Kurz gesagt führt es durch übergeordnete Perspektiven zu einem tieferen Verständnis und damit zu besserem Unterricht ohne Esoterik und WUDE-Moral-Kodex. Nach bestandener Prüfung tragen die Lehrer das Qualitätssiegen "Geprüfter Lehrer DTB".
Der hohe Stellenwert des chinesischen Taijiquan und Qigong in der ganzheitlichen Gesundheitsbildung führt dazu, dass Kampfkunst-Aspekte wie traditionelle Überlieferung und althergebrachte Anwendung in der Selbstverteidigung an Bedeutung verloren haben. Vorgaben der Krankenkassen-Förderung zur Primärprävention haben diese Entwicklung mit beeinflußt. Eine parallele Entwicklung findet sich in den japanischen Kampfkünsten wie z. B. Aikido, Jujutsu und Judo. Doch viele Praktizierende möchten das "Authentische" oder "Ursprüngliche" der Tradition nicht aufgeben und befürchten eine "Verwässerung". Seit langem befasst sich der DTB e. V. mit diesem Spannungsfeld. Die Ergebnisse dieser Forschungen, die ebenso ermutigend wie interessant erweisen, eingearbeitet in die bundesdeutsche Aus- und Fortbildung.
Die essentiellen Punkte sind natürlich die wichtigste Hilfe und
Leitlinie beim Üben und beim Beurteilen anderer. Doch meine Sehweise ist
damit nicht erschöpft. Ich halte es für unumgänglich die gravierenden
Fehleinschätzungen Yang Chengfus aufzuzeigen. Dazu ein konkretes
Beispiel: Yang Chengfu behauptet, dass andere Kampfkünste die in den
Prinzipien beschriebenen Charakteristika wie Weichheit und
Ganzkörper-Einheit nicht kennen würden. Mir war
diese Fehleinschätzung und all seine anderen bereits klar als ich vor vielen Jahrzehnten zum
ersten Mal von den Prinzipien hörte, da ich genau diese Prinzipien vom
Wado-Ryu-Karate her kannte - sie waren die Grundlage meines Trainings.
Dazu hier ein Beispiel, das zwei meiner Lehrer (T. Kono und S. Imai) bei
der Idori-Partnerübung zeigt. (Quelle: T. Kono und E. v. Oehsen: Der Weg
des Schwarzgurtes, Seite 206, Kono Verlag, Norderstedt, 1996, ISBN
3-9804461-1-5)
Wer von den Saarbrücker Taiji-Qigong-Lehrern auch andere Künste wie Jujutsu oder Karate betreibt, interessiert sich sicher auch für die zugrunde liegenden "Martial-Arts-Internals. Ich wurde 1969 erstmalig mit ihnen vertraut gemacht durch meinen Lehrer Teruo Kono, der auch vielen Bremenern bekannt ist. Wertvolle Einblicke in die "Ju-Weichheit-Flexibilität" gewann ich 2012 aus dem Bremener Unterricht von TSYR-Kaisho Tobin E. Threadgill, den ich daraufhin für 2013 zu einem internationalen Lehrgang nach Hamburg einlud, an dem auch viele von mir ausgebildeten Taiji-Qigong-Lehrer teilnahmen. Es ging um "Internal Power", Body-Structure/ Posture" und natürlich um Nairiki und Faszien.
Hier folgen interessante Einblicke in das Archiv des Deutschen Taichi-Bundes - Dachverband für Taichi und Qigong e. V. Enthalten sind auch die Archiv-Dateien des Tai Chi Zentrums Hamburg e. V. Dessen Geschäftsführer Dr. Stephan Langhoff hat kürzlich mit der Digitalisierung der alten VHS-Bänder begonnen*. Dabei bekam er über die Jahrzehnte vielfältige Unterstützung durch Kollegen aus der Region Bremen.
Ziel der Publizierung ist es, Interesse zu wecken für Fakten-Treue und übergeordnete Perspektiven in der Taiji-Qigong-Lehrerausbildung, um der fortschreitenden "Folklorisierung" mit seiner Betonung auf Mythen, Esoterik und Kommerz entgegenzuwirken. Die heutige "Post-Truth-Era" der Social-Media mit ihrem übertriebenem Fokus auf lediglich "gefühlten Fakten" ist mit seriöser Forschung und Lehre unvereinbar.
Dr. Langhoff bezieht sich bei seinen sino-japanischen Forschungen, Video-Dokumentation und Rezensionen auf große Lehrmeister unterschiedlicher asiatischer Künste. Dabei geht es auch darum, diese Meister "anfassbarer" zu machen und ihre Überzeugungen zu wichtigen Themenbereichen zusammenzufassen. Damit können dann weit verbreitete Fehleinschätzungen des Yang-Family-Tai-Chi-Chuan nachgewiesen werden.
Durch Fakten-Belege wie die meinigen verliert z. B. das Yang-Jun-Mantra der angeblichen "Einzigartigkeit des Taijiquan als Innere Kampfkunst" an Glaubwürdigkeit. Es wird vertreten von der "International Association". Sie ist die Dachorganisation der Yang Chengfu Center Bremen und Köln. Viele meiner Schüler, die auch Yang-Jun-Seminare in Bremen besucht haben, haben durch Wado-Lehrgänge und Shindo-Yoshin-Lehrgänge tiefere Einblicke in die weitverbreiteten "Internals" und Prinzipien. Sie wissen durch ideologie-freie DTB-Fortbildung um die Unhaltbarkeit dieser und anderer Yang-Family-Thesen!
Auf
den Lehrgängen von Teruo Kono waren außer Shuzo Imai
auch andere japanische Wado-Meister dabei. Ob diese auch mit dem Gründer der
TSYR-Nebenlinie Yukiyoshi Takamura in Verbindung stand,
weiß ich nicht. Lehrgänge
fanden auch in Bremen statt. Hier sieht man Noboru
Suzuki, der auf dem Lehrgang in Bremen 1989 vielfältige
Partner-Übungen demonstrierte, die mich heute sehr
an Shindo Yoshin Ryu Jujutsu erinnern. Obwohl ich damals
schon 20 Jahre Wadoka war, wußte ich über Jujutsu sehr
wenig. Suzuki Sensei (8. Dan Wado-Ryu) war ein direkter
Schüler von Hironori Otsuka und betreibt auch Daito Ryu
Jujutsu.
Auf
den Lehrgängen von Teruo Kono war auch Mifume Shiomitsu
zu Gast, der vielen auch von anderen Lehrgängen
her bekannt sein dürfte. Auch hier eröffnen sich mir
neue Parallelen zu Taijiquan und Qigong u. a. durch die
Expertise des berühmten Senseis zu Samurai-Techniken und
zur japanischen Schwertkunst allgemein. Seine Betonung
der Weichheit und Lockerheit, die das Wado-Karate und
das
Shindo Yoshin Ryu Jujutsu auszeichnet, hat mich
immer sehr beeindruckt. Legendär sind seine mit
exzellenter Weichheit ausgeführten Tsukis, die an Toby
Threadgills "dead-arm-strikes" erinnern.
Verbundheit
in der Körperstruktur bei Partner-Anwendungen wie etwa
in der Selbstverteidigung ist auch im Sitzen (seiza)
wichtig. Wie andere Wado-Meister hatte auch Teruo Kono
eine Vorliebe für Idori-Partnerübungen. Hier sieht man
Iwasaki Yoshihiko Sensei auf einem Kono-Lehrgang mit
Idori-Anwendung. Wichtig ist u. a. eine korrekte
Körperhaltung (Chushin Tadasu). Dies ist auch Thema der
Threadgill-Lehrgänge.
Die Leitung der
Bremener Lehrer-Ausbildung hat Dr. Stephan Langhoff.
Der erfahrene DTB-Ausbilder hat bislang die Seminare des
Tai Chi Zentrums Hamburg geleitet. Durch den Zusammenschluss der
drei Organisationen können sich jetzt noch wesentlich
mehr Interessierte bei dem promovierten Philologen
fortbilden, der Taiji-Meister wie Yang Zhenduo, Fu Zhongwen
und Zhang Youquan zu seinen Lehrern zählt. Grundlage der
Lehrer-Ausbildungen ist das von ihm entwickelte
Gestalt-Konzept des "Richtig-Lernens". Es kann den
negativen Tendenzen in Teilen der "Szene" effektiv
entgegenwirken.
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Die Quelle für benutzte Dokus ist der Arbeitskreis: Video-Dokumentation / Rezensionen /Digital Research Shindo Yoshin Ryu / Internal Power / Martial Arts Internals.